Über das Fesalen in Hamburg-Eimsbüttel
Fesalen ist ein familiengeführtes Hotel mit 34 Zimmern an der Unnastraße, seit 2007 in derselben Hand, mit eigenem Wellnessbereich und drei Tagungsräumen, die auch Hamburger Firmen regelmäßig buchen. Wir sind kein großes Haus und haben nicht vor, eines zu werden.
Vom Bürohaus zum Hotel, in drei Etappen
Das Gebäude an der Unnastraße war ursprünglich ein Verwaltungssitz aus dem Jahr 1963. Als wir es 2007 übernahmen, standen noch Aktenschränke in den Fluren, und die Fenster waren so schmal, dass in den meisten Räumen den ganzen Tag das Licht brannte. Der Umbau dauerte damals fast anderthalb Jahre, weil wir jede Wand einzeln angeschaut haben, bevor sie fiel.
Was danach kam, war kein großer Masterplan, sondern eine Reihe von Entscheidungen, die sich nach und nach ergeben haben. Heute sieht man dem Haus an, dass es gewachsen ist, und das ist durchaus gewollt.
- 2007 übernommen, 2009 mit 22 Zimmern eröffnet
- 2014 Wellnessbereich im ersten Stock ergänzt
- 2021 Tagungsräume im Erdgeschoss umgebaut
Der Anfang: entkernen, sortieren, aufbauen
Aus einem Bürogebäude mit langen Fluren wurden 22 Zimmer, ein Frühstücksraum und eine Lobby, die man betreten kann, ohne sich zu verlaufen. Die Fassade blieb, die Fenster nicht.
Der Wellnessbereich kam dazu
Statt einer weiteren Zimmeretage haben wir die erste Etage zur Sauna umgebaut. Zwei Handwerksbetriebe aus dem Viertel machten die Arbeit, die Bänke sind aus norddeutscher Esche.
Tagungsräume, neu gedacht
Die alten Besprechungsräume wurden zu drei hellen Salons mit moderner Technik. Seitdem kommen jeden Monat Firmen aus der Nachbarschaft vorbei, oft für einen halben Tag.
Woran wir uns bei jeder Entscheidung halten
Vier Sätze, die im Grunde alles zusammenfassen, was hier täglich passiert.
Klare Antworten
Wenn etwas nicht geht, sagen wir es sofort. Ein Nein am Telefon ist besser als eine Enttäuschung beim Einchecken.
Reparieren statt ersetzen
Die Nachttische sind achtzehn Jahre alt. Wenn eine Schublade klemmt, kommt die Tischlerei aus der Nachbarschaft, nicht der Möbellieferant.
Feste Teams
Die meisten hier arbeiten seit Jahren im Haus. Wer an der Rezeption steht, kennt die Zimmer, weil er sie selbst schon gesehen hat.
Im Viertel verankert
Brötchen aus der Bäckerei zwei Straßen weiter, Blumen vom Markt am Wochenende, Handwerker aus Eimsbüttel. Fast alles kommt von hier.
Wer hier arbeitet
Ein Auszug aus dem Team. Wer telefoniert, spricht meist mit einer dieser Personen.
Marlene Wiekhoff
Hat das Haus 2007 übernommen und die meisten Umbauten selbst begleitet. Steht bis heute mehrmals pro Woche hinter der Rezeption.
Jonas Petersen
Kümmert sich um alles, was zwischen Buchung und Abreise passiert. Weiß auswendig, welches Zimmer im Sommer am kühlsten bleibt.
Sara Lindqvist
Macht die Aufgüsse, koordiniert die Massagetermine und hat ein gutes Gespür dafür, wann im Ruheraum zu viel geredet wird.
Deniz Karaca
Empfängt Firmen am Morgen, prüft Beamer und Mikrofone und ist während einer Tagung die Nummer, die niemand suchen muss.
Was wir in den letzten Jahren gebaut haben
Ein paar Vorhaben, die eine Weile gedauert haben und über die wir heute noch reden. Alle drei wurden im laufenden Betrieb umgesetzt, was erklärt, warum sie etwas länger gedauert haben.
Fragen zu den Projekten
Ruheraum mit acht Liegen
Der alte Raum war zu hell und zu eng. Heute gibt es warmes Licht, Lärmschutz in den Wänden und eine Teestation direkt am Eingang.
Hybride Tagungstechnik
Deckenmikrofon und feste Kamera im Salon Unna. Wer heute halb vor Ort, halb online tagt, braucht nur noch einen Laptop.
Die Terrasse im Innenhof
Vorher war es ein Hinterhof mit Fahrradständern. Heute stehen sechs Tische zwischen Sträuchern, und im Sommer wird dort auch gefrühstückt.
Was in Zahlen hängen geblieben ist
Wir stellen keine Auszeichnungen ins Fenster. Diese Zahlen hier sagen mehr über das Haus aus als jede Plakette.
Zwei Bereiche, die wir selbst gestaltet haben
Beide sind auch für Gäste aus Hamburg buchbar.
Warum wir nicht größer werden wollen
Diese Frage kommt in fast jedem längeren Gespräch. Die Antwort ist unspektakulär: Mit 34 Zimmern können wir noch jeden Gast persönlich kennenlernen. Bei hundert wären wir ein anderes Haus, und das wäre nicht das, was wir 2007 angefangen haben.
Das heißt nicht, dass sich nichts mehr ändert. Wir renovieren weiter, Zimmer für Zimmer, und investieren dort, wo es Gäste wirklich merken: in ruhige Räume, funktionierende Technik und Menschen, die einen nicht mit einem Skript begrüßen.
Kurz zusammengefasst
Was uns wichtig ist, in vier Punkten. Alles andere ergibt sich daraus.
- Überschaubar bleiben, damit Personal, Zimmer und Gast zusammenpassen.
- Ehrlich antworten, auch wenn das Nein unangenehm ist.
- Regional einkaufen, wo es möglich und sinnvoll ist.
- Gäste ernst nehmen, die seit Jahren wiederkommen.
Noch Fragen zum Haus?
Schreiben Sie uns, oder kommen Sie einfach vorbei und schauen Sie sich die Lobby an. Kaffee steht bereit, und Marlene ist meistens vor Ort.